Sparen für Klimaschutz?

Hallo,
gibt es hier jemanden, dem (CO2-)Einsparungen dem Klima zuliebe auch sehr wichtig geworden sind?
Wo wart ihr am erfolgreichsten? Und wo hakt es?
Die großen Posten sind ja in der Regel: Mobilität - Wohnen - Ernährung - sonstiger Konsum.
Meine Achillesferse ist das Wohnen (im Reihenhaus), seit die Kinder ausgezogen sind. Strom und Gasverbrauch konnten wir zwar ganz gut reduzieren, aber ich habe trotzdem ein etwas schlechtes Gewissen, dass wir soviel Wohnraum zu zweit nutzen. Kann mir aber auch schlecht vorstellen, jemand Fremden hier ins Haus zu holen, der dann vermutlich nicht so sparsam sein wird.
VG, Barbara

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Hallo
Ich bin ganz extrem wir wickeln die Kinder mit Stoffis.
Das Kalte Wasser vor der Dusche wird aufgesammelt zum putzen und dieses Wasser wiederum verwende ich fürs Klo 🙈 ich würde letztes Jahr dafür belächelt aber sehe da 150€ eingespart beim Wasser und Abwasser. Gas Abrechnung kommt erst aber ich vermute hier auch ein Plus da der Winter mild war und wir tatsächlich die Heizung auf 20 Grad nur noch haben. Beim Strom hab ich trotz Erhöhung 9€ weniger vorschreibung als im Vorjahr also 61€

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Hallo,
das klingt wirklich heroisch, das Wasser gleich zweimal zu recyceln. Meine Wickelzeit ist schon viele Jahre her aber Stoffwindeln halte ich für einen großen ökolgischen Fortschritt.
Habt ihr eine PV-Anlage oder plant ihr eine?
LG, Barbara

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Nein weil es sich für uns überhaupt nicht rentiert. Mein Papa hat eine machen lassen für die Landwirtschaft daher kenne ich mich damit meiner Meinung nach nicht so schlecht aus. Allerdings haben meine Eltern durch die Landwirtschaft nochmal eine extra Förderung bekommen.
Aber bereits nachdem es 3 Monate Lang die PV Anlage gab ist der Blitz rein. Und es hat 4 Monate gedauert bis das Ersatzteil geliefert wurde wegen Engpässen. Und ich glaube es hat eine grosse Rolle gespielt das mein Ex Schwager in dieser Firma gearbeitet hat sonst hätte es noch länger gedauert.
Wir zahlen beim Gas derzeit für 160qm 180€ da ist allerdings auch Warmwasser,Kaltwasser und Abwasser dabei. Somit rentiert es sich auch nicht auf Luftwärmepumpe zu wechseln und unsere Gasheizung ist gerade mal 10 Jahre Alt.

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Bei uns ist grade das Wohnen die große Einsparung, wenig Platz und 3 Kinder. Wobei wir das in den nächsten Monaten vergrößern müssen/wollen.

Ansonsten versuche ich, deutlich weniger tierische Produkte zu kaufen, das klappt seit diesem Jahr ganz gut. Und kaufen seit kurzem auch meine Klamotten überwiegend gebraucht die der Kinder bis auf Schuhe auch. Ich finde das über ebay gar nicht so stressig, aber vor allem steht da bei mir die Ausbeutung in der Produktion im Vordergrund. Und wir haben "nur" ein Auto

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Ja, es wird langsam immer leichter, nicht-tierische Produkte und Rezepte zu finden. Und das ist über die Bevölkerung hinweg gesehen wirklich eine große Stellschraube. Ernährungstechnisch habe ich das große Glück, nur wenige Meter von einem Essensretter-Verteilerpunkt zu wohnen. Da braucht man mit etwas Spontanität und Kreativität kaum noch etwas dazu kaufen. Manchmal ärgert es mich allerdings, dass es in den Geschäften selbst bei saisonalem Obst/Gemüse kaum möglich ist, etwas regional, bio UND unverpackt zu bekommen. Meine Arbeitszeiten sind leider nicht mit den üblichen Marktzeiten vereinbar.
In unserem Verwandten/Bekanntenkreis gibt es so viele, die gerne mal Klamotten abgeben, dass das auch kein großes Problem mehr darstellt.
LG, Barbara

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Ich bin seit 25 Jahren Vegetarier und ich finde es jetzt noch immer gleich schwierig als in meiner Kindheit. Wie oft es im Gasthaus nur Beilagen zum essen gab 🤦‍♀️ das wir ein Lokal deswegen verlassen passier leider noch immer gleich häufig

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Wir haben nur noch ein Auto.
Ich kaufe sehr viele Kindersachen auch Spielzeug und Erstausstatzung gebraucht. Habe auch eine zeitlang mit Stoffwindeln gewickelt.
Viele Möbel in unserer Wohnung standen schon bei unseren Eltern in vorigen Wohnungen oder in unseren Jugendzimmern.
Ich versuche so wenig wie möglich zu heizen.
Ich trenne den Müll ziemlich genau.
Verkaufe und verschenke auch gern Dinge im Internet.
Ich mag es gar nicht, wenn der Kühlschrank proppevoll ist weil ich Angst habe, irgendwas wird schlecht und muss entsorgt werden. 🙈

Mein Mann hat dafür leider gar kein Bewusstsein. Jetzt läuft schon wieder 10 Minuten ununterbrochen das Wasser aus der Duche. Und das jeden Tag. Ich werde dabei immer echt nervös.

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Hallo ina44,
das kann ich gut verstehen. Deshalb würde es mir auch so schwer fallen, jemanden mit hier ins Haus zu nehmen, der dann vielleicht auch so lange duscht oder andere Dinge verschwendet.
Bei meinem Mann habe ich das Riesenglück, dass er zwar nicht so viel von sich aus initiiert, aber sehr gut beim fast allem mitzieht, was ich beginne. Geduscht hat er noch nie lange. Und es verdirbt so gut wie nie etwas Essbares, weil er beim Essen sehr flexibel ist.
LG, Brbara

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Ich kaufe auch nicht so ein, dass etwas lange rum steht.
Meistens passiert dass, wenn wir spontan Essen von meiner Schwiegermutter mitgebracht bekommen, ich aber schon für die Woche eingekauft habe. 😬

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Mir ist das Sparen für den Klimaschutz irgendwie vergangen.
Wir "sauen" zwar auch nicht mit Energie und haben im gesamten Haus die Thermostate der Heizkörper mit elektronischen ausgetauscht.
So werden die einzelnen Räume jetzt sinnvoller/sparsamer beheizt. Im gesamten Haus stehen die Thermostate auf 19,5 Grad. In den Schlafzimmern/Gästezimmer läuft keine Heizung (unabhängig von Energiekrisen, wir schlafen gerne kalt). In den Abendstunden wird die Temperatur im Wohnzimmer ehöht, weil mir das dann zu kalt ist. Ich glaube auf 21 Grad.

Zusätzlich haben wir noch ein Holzofen, der dann am späten Nachmittag/Abend befeuert wird. Dann geht die Heizung aber automatisch aus.

Was mich an dem ganzen Engerie-Spar-Wahn am meisten ärgert:

Wir haben Fernwärme, d.h. unsere Heizung wird vom örtlichen Block-Kraftwerk gespeist. Da wir in einem Grubengebiet wohnen, wird dieses Kraftwerk mit Grubengas betrieben. Dieses Grubengas ist ohnehin da, egal ob ein Herr Putin Krieg macht oder nicht. Und dieses Grubengas ist direkt verfügbar, muss also auch nicht über 100km beigeschafft werden. Aber trotzdem ist der Preis für unsere Fernwärme utopisch gestiegen, weil wir müssen ja solidarisch sein, mit denen die die Fernwärme mittels herkömmlichen Gas beziehen. WTF ?!?!?

Und ich kenne viele, die eben jetzt zusätzlich oder ausschließlich mit Holz heizen. Und seien wir mal ehrlich, viele Leute schmeißen alles in die Öfen, was auch nur ansatzweise brennt. Was da so aus manchen Schornsteinen rauskommt - halleluja...
Und das soll jetzt besser/umweltschondender sein als effektive Gasheizungen?

Kann mir doch keiner erzählen !

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"Und das soll jetzt besser/umweltschondender sein als effektive Gasheizungen?"

Nein, ganz sicher ist das nicht umweltschonender (sagt, glaube ich, auch niemand).
Aber wenn man weiß, wo man sein Holz herbekommt, ist es deutlich günstiger (und darum gehts den meisten) und gemütlicher ist es auch;-).

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Mag schon sein, dass es den meisten ums Geld sparen geht, aber mir geht es in diesem Thread vor allem um den Kampf gegen die Erderwärmung. CO2-technisch mag Holz sogar besser sein als Gas, aber nur, wenn es perfekt verbrennt. Außerdem wird das Holz aus meiner Sicht dringender für andere Dinge gebraucht als zur Wärmeerzeugung.
LG, Barbara

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Interessantes Thema, das mich auch oft beschäftigt.
Bei uns erfolgreich im Hinblick auf Geld Sparen und Klimaschutz ist die Mobilität, die gleichzeitig unser Leben an vielen Punkten besser macht: Wir schaffen es mit E-Bike, Lastenrad, Bus&Bahn,Carsharing, gelegentlich auch Taxi im Alltag bisher ohne Auto. In manchen Fällen ist das zwar zeit/planungsintensiv, aber oft auch mit mehr Lebensqualität verbunden, z.B. Fitness, morgens durch den Wald radeln, beim Bahnfahren gemütlich lesen...
Verbesserungswürdig finde ich gerade unseren relativ hohen Konsum an tierischen Produkten. Ganz gut wenn auch nicht unbedingt Geld sparend (ginge aber, wenn wir darauf angewiesen wären, da solidarisches Preissystem) ist die Mitgliedschaft in einer SOLAWI, über die wir den Großteil unseres Gemüses beziehen, das ginge auch mit untypischeren Arbeitszeiten ganz gut, glaube ich. Ich würde gerne nach der Stillzeit die Planetary Health Diet als Ernährungskonzept ausprobieren.
Wir hatten lange Zeit in unserer sehr großen Mietwohnung eine studentische Mitbewohnerin, die uns mit den Kindern auch viel geholfen hat, das war ein Glücksgriff für uns alle und finanziell natürlich auch angenehm.
Für mich erhellend war die Seite eingutertag.org, das war dann auch die Motivation sich nochmal mit dem Thema Ökostrom auseinander zu setzen. Das spart aber natürlich vor allem CO2, aber kein Geld.
Ich bin an einem Nachbarschaftsprojekt mit Verschenkregal beteiligt, das gut genutzt wird, was mich vor allem bei Kleidung freut, weil die so lànger im Umlauf bleibt. Ich würde aber gerne meinen Konsum insgesamt reduzieren, aber das fàllt mir ziemlich schwer, da fànde ich eine kleinere Wohnung oft besser.

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Liebe Lulemoon,
vielen Dank für deine sehr interessante und informative Antwort!
Wir haben unser Auto tatsächlich auch vor ca. 5 Jahren abgeschafft - es war rückblickend eine der besten Entscheidungen unseres Lebens, obwohl die psychologische Hürde vorher hoch war. Mit kleinen Kindern hätte ich mich das vermutlich nicht getraut, deshalb hast du meinen besonderen Respekt.
Woran liegt es, dass die Reduktion tierischer Ernährung euch schwerer fällt? Verglichen mit dem Auto war das für mich ein Klacks, da man es ganz allmählich machen konnte. Kein Familienmitglied hat auch nur ansatzweise rebelliert. Und einzelne Substanzen wie Eisen und Vitamin B12 kann man ja auch gut substituieren, wenn das ein Problem ist. Durch den Essensretter-Verteiler in unserer Nachbarschaft haben wir freilich immer wieder mal die luxuriöse Möglichkeit, Heißhunger auf Fleisch zu stillen, wenn es wirklich nötig sein sollte (kommt aber nur noch sehr selten vor).
SOLAWI halte ich für ein grundsätzlich gutes Konzept. Die Beteiligung auf dem Feld kollidiert aber leider doch mit meinem Zeitbudget und vermutlich noch mehr mit meinen körperlichen Möglichkeiten (gehe leider schon auf die 60 zu). Ich werde wohl doch nochmal nach Biokisten Ausschau halten (bei der letzten war zu oft nicht das drin, was wir bestellt hatten, außerdem der Anlieferweg ziemlich weit und der Liefertag für uns ungünstig).
Wie seid ihr an eure Studentin gekommen? Waren da persönliche Empfehlungen beteiligt oder war es tatsächlich ein reiner Glücksgriff aus Zufall?
Eingutertag.org klingt sehr interessant - allerdings besitze ich kein Smartphone. Kann man die App auch auf einem Computer installieren? Am meisten reizt mich die Austauschmöglichkeit mit Anderen, das fehlt mir im Alltag oft.
Warum würde dir eine kleinere Wohnung bei der Konsumreduktion helfen? Es ist aus meiner Sicht einer der wenigen Vorteile an unserem (zu) großen Haus, dass ich nahezu alles aufheben kann um es später mal möglichst sinnvoll zu recyceln. Kleidung brauche ich auf diese Weise hoffentlich gar nicht mehr (oder kaum noch) zu kaufen. Ein Verschenkregal in unserer Nachbarschaft wäre natürlich auch super. Wo und wie ist eures aufgestellt?
Wenn es nach mir ginge, wäre eine Biotonne für alle Haushalte (oder wenigstens erreichbar und nutzbar in der Nachbarschaft) längst flächendeckend Pflicht! Es ist einfach Wahnsinn, wieviel wertvolle Energie da Tag für Tag in Deutschland verschwendet wird. Ich habe mal ausgerechnet, dass ein vollständiges Einsammeln und Verwerten alle noch laufenden Atomkraftwerke locker ersetzen können müsste. Zudem ließe sich damit eine Energiereserve für Dunkelflauten anlegen. Eine Wurmkiste ist natürlich auch sehr gut, wenn man für den Kompost Verwendung hat (Ich versuche, die wenigen Quadratmeter Garten unseres Hauses in eine Magerwiese umzuwandeln, deshalb brauche ich ihn eher nicht).
LG, Barbara

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Hallo Barbara,
Danke für deine Antwort.
Eingutertag.org ist auch als Internet Seite verfügbar, die App habe ich tatsächlich noch gar nicht genutzt.
Ja stimmt das ist natürlich der Vorteil von viel Platz allerdings stört mich eben sehr dass wir so viel mit Ordnung machen/Haushalten beschäftigt sind. Vielleicht ist das aber einfach unserer Situation geschuldet mit kleinen Kindern etc.
Vegan habe ich mich jetzt in SS und Stillzeit nicht getraut, weil ich mich gefühlt zu wenig auskenne, aber einzelne Mahlzeiten z.B. Frühstück/Kaffeepause klappt gut und lecker ohne tierische Produkte. Beim Unterwegs sein scheitere ich oft daran einen leckeren veganen Snack der einigermaßen gesund und unverpackt ist zu finden.

Ich wollte noch zu dem Auto beitragen, dass es laut einer Berechnung vom ADFC ca 500 Euro im Monat kostet ein Auto zu unterhalten, da ist man auch mit Monatsticket und häufiger ein Taxi im Notfall meistens drunter.

Magerwiese klingt natürlich toll, ich mag auch gerne am Balkon gärtnern, und lerne da jedes Jahr mehr.

In unserer Solawi beschränkt sich die Mitarbeit auf 10 h Jahr- und kann z.b. auch In der Organisationgruppe Aufgaben übernehmen aber es passt natürlich nicht für jede Situation.

Ich finde als lokale Initiative auch Transition Town interessant, die gibt es in vielen europäischen Städten. In den nächsten Monaten würde ich mich gerne noch mehr lokalpolitisch engagieren.

Das Verschenkregal ist auf dem Gelände einer Kirchengemeinde aufgestellt, wo auch ein Lebensmittelverteiler steht- es ist auch Recht viel Arbeit das Regal zu pflegen und sauber zu halten, aber auch gut besucht. Ein Bücherschrank ist auch um die Ecke. Und

Ich bin gespannt auf mehr Ideen hier

Liebe Grüße

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Und noch etwas ist mir eingefallen:
Wir haben eine Wurmkiste für Bioabfälle (die Erde für Balkonpflanzen produziert)und dürfen für andere Essensreste die Nachbarbiotonne da unser Vermieter keine möchte.
Ich schätze dass wir dadurch ca. 30-40 % weniger Restmüll haben. Das lohnt sich finanziell im Mehrfamilienhaus natürlich nicht, macht mir aber einerseits viel Freude, da die Würmer eine Art pflegeleichte Haustiere sind und ist andererseits für Klimaschutz wertvoll: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/bioabfall/23033.html

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Hallo Barbara!

Vielen Dank für deinen interessanten Beitrag.

Wir können in vielerlei Hinsicht noch mehr für den Klimaschutz sparen/tun.

Mobilität: Wir fliegen zum Beispiel einmal im Jahr mit dem Flugzeug (unsere Achillesferse) dafür lassen wir im Alltag zu 99% unser Auto stehen. Wir sind in der Regel immer mit dem ÖPNV unterwegs... und das übrigens auch gerne.

Ernährung: Wir versuchen möglichst regional und auch plastikfrei einzukaufen. Wenn es doch mit Plastik verpackt ist, schaue ich zumindest, ob es recycelt werden kann und/oder aus recyceltem Material besteht.

Auch kaufen wir bestimmte Lebensmittel wegen der Nachhaltigkeit nicht mehr ein, wie zum Beispiel Avocados, Milch (-Produkte), Soja-Produkte, Palmöl etc.

Shopping: Ich hatte mal gelesen, dass Onlineshopping von der Klimabalanz besser sein soll #kratz. Damit muss ich mich aber nochmal näher befassen.

Wohnen: Da können wir nicht viel ändern, da wir in einer normal großen Mietwohnung leben.

Wir haben aber schon immer einen nicht so hohen Stromverbrauch. Des Weiteren versuchen wir, nicht all zu viel Wasser zu verschwenden. Oder wir benutzen "gebrauchtes" Wasser zum Pflanzen gießen (sowohl drinnen als auch draußen).

Sonstiges:
- Ich nutze die Ecosia-Suchmaschine
- Wir trennen äußerst penibel unseren Müll
- Wir nehmen an "Baumpflanzaktionen" statt
- Sachen, die wir eventuell nicht mehr verkaufen können, verschenken wir

In Planung (durch den Beitrag 🍀u.a.):
Ich habe u.a. 2 Patenschaften. Auch habe ich schon für andere Sachen Geld gespendet. Ich schaue jetzt aber mal nach, ob ich an eine Umweltorganisation einen kleinen Betrag monatlich spenden kann.

Ich übe bereits eine ehrenamtliche Tätigkeit aus. Vor kurzem habe ich mir überlegt, ob ich auch ehrenamtlich für Greenpeace oder dergleichen ehrenamtlich tätig sein werde.

Auch wenn man nicht die finanzielle Mittel hat oder diesbezüglich was ausgeben möchte, kann man schon mit kleinen Mitteln (Wasser sparen, Mülltrennung etc.) seinen kleinen Beitrag dazu tun.

Viele Grüße Sternen-Himmel

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Hallo Sternen-Himmel,
ich stimme dir absolut zu, dass jeder Beitrag zählt. Irgendwas kann jeder tun. Und wie beim Essen bekommt man manchmal dadurch Appetit, noch mehr zu tun.
Darf ich deinen Beitrag trotzdem noch ein wenig kommentieren?
1. Das Auto stehen zu lassen, war bei uns auch der erste Schritt. Irgendwann haben wir dann gemerkt, dass die ganzen Fixkosten, die man damit hat, nur noch Schwachsinn sind. Für den Preis kann man sich nicht nur genug Autos mieten, sondern sogar Taxi fahren, wenn es wirklich notwendig ist.
Magst du vielleicht auch noch einen kurzen Kommentar schreiben, warum ihr auf das Fliegen noch nicht verzichten könnt? Das war für mich tatsächlich die allereinfachste Maßnahme. Es gibt so viele schöne Urlaubsorte, die man anders erreichen kann (wenn man überhaupt wegfahren will).
2. Regional und plastikfrei ist schon super. Mich hat allerdings kürzlich geschockt, dass ein Apfel im konventionellen Anbau in Südtirol (in Deutschland wird es nicht viel anders sein) durchschnittlich 38mal gespritzt wird, mit bis zu 9 Substanzen pro Einsatz ( https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gespritzte-aepfel-exklusive-datenanalyse-zum-pestizideinsatz,TTqvZWU ). Seitdem achte ich auch konsequent auf bio.
3. Onlineshopping ist möglicherweise im Einzelfall besser, aber nur, wenn praktisch keine Retouren anfallen. Dazu gab es kürzlich eine Recherche in der ZEIT (meiner Erinnerung nach speziell zu zalando).
4. Mein Favorit für Spenden sind Solarprojekte in Entwicklungsländern. Am meisten überzeugt hat mich die "Stiftung Solarenergie" (Projekte in Äthiopien, Kenia und Uganda).
5. Was ich noch überhaupt nicht geschafft habe, sind ehrenamtliche Tätigkeiten wie Baumpflanzaktionen oder anderes ehrenamtliches Engagement. Da ist tatsächlich meine Hemmschwelle ziemlich hoch.
LG, Barbara

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Liebe Barbara,
ich lebe ziemlich sparsam, auch wenn dies ursprünglich zugegebenermaßen nicht primär aus Klimaschutzgründen geschah und auch nicht um zu sparen. Es war mehr so, dass ich es nicht brauchte. aus Tierschutzgründen lebe ich vegan. Die moderne Massentierhaltung und -tötung ist für mich eines der größten Gräuel unserer Zeit. Je unprozessierter man die Lebensmittel kauft, desto günstiger.
Kleidung habe ich ganz überwiegend aus second hand Läden (bzw. ganz viel aus charity Läden in Großbritannien und Irland wo ich viel war). Kaufe außer Unterwäsche an Kleidung so gut wie nichts Neues.
Die Kleidung für mein Baby habe ich ebenfalls entweder von meiner Schwester oder von dem, was die Leute hier an Umsonstkisten machen. Kinderwagen etc. auch gebraucht gekauft.
Ein Auto habe ich nicht. Ein Smartphone auch nicht. Die Wohnung hat 55 q (für mich, mein Baby und meinen Hund).
Mein Vater hatte auch ein großes 2-Fam.-Haus, er hat extrem sparsam gelebt, wollte auch nie Mieter unten in die Wohnung (ehem. der Großeltern) nehmen. Er hat es aber auch mit dem Sparen übertrieben; ich denke, das gings schon auf Kosten der Lebensqualität, war wohl auch nicht primär finanziell motiviert sondern aufgrund von alten Glaubenssätzen (sensu ich darf mir nicht gönnen oder so)...
lG

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Liebe rma,
Tierschutz und Klimaschutz lässt sich in der Ernährung wirklich perfekt verbinden. Wenn man gar nicht auf Fleisch verzichten kann, ist Wildfleisch, insbesondere Wildschwein (die werden meines Wissens nicht zu Jagdzwecken vermehrt wie mancherort vielleicht Rehe und Hirsche) noch eine gute Idee, finde ich.
Wie kommst du in deinem Wohnort an "Umsonstkisten"?
In welchem Land wohnst du jetzt?
LG, Barbara

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Liebe Barbara,
ich kann gut auf Fleisch verzichten, aber wenn ich es nicht könnte, dann fände ich Wildfleisch ethisch auch ok. Ich bin vegan und das Baby bislang auch (bislang überwiegend gestillt, nun muss ich schauen, dass sie zu allen notwendigen Nährstoffen kommt). Wenn sie zur Tagesmutter kommt, soll sie aber ganz normal mitessen. Nur der Hund ist nicht vegan; Hunde können nicht wie wir auf vegane Kost ausweichen ohne Schaden zu nehmen. Sie kriegt Lachs-Kartoffel-Futter.
-Mit Umsonstkisten meinte ich einfach kleine Kisten die man eben befüllt mit Dingen die man verschenken möchte und die man dann vor die Haustüre stellt. Dies wurde allerdings gerade von der Hausverwaltung verboten mit sehr fadenscheinigen Gründen. Es gibt aber hier in der Stadt auch ein paar Umsonstregale-Regale in einem geschützten Bereich wo jeder Dinge bringen und nehmen kann wie er möchte, daneben verschiedene Food sharing Ablagestellen.
Ich wohne in Deutschland, in einer ostdeutschen Großstadt. ich war aber immer viel in Nordirland (ebenfalls aus Tierschutzzwecken). In Großbritannien und Irland ist es eine schöne Tradition, dass sie charity shops fest etabliert haben, also Second-Hand-Läden deren Erlös zu einem guten Zweck gespendet wird (z.B. Hospiz/Tierschutz/verschiedene Erkrankungen/Obdachlose etc.). Dort spenden alle Leute, auch sehr gute Sachen und es kaufen dort auch alle Schichten ein, nicht nur sozial Schwache. Das finde ich ein sehr schönes Konzept was so in Deutschland jedenfalls in der Breite noch nicht etabliert ist.

liebe Grüße

PS: herzlichen Dank für Dein Einbringen im Pränataldiagnostikforum. Deine Beiträge sind so eine Bereicherung, auch über das rein Medizinische hinausgehend.